Bremen
2022 – 2023
Tobias Kister
Forum-L GmbH&Co.KG
Das Modellprojekt „Neue Psychiatrie im Bremer Westen und das Zentrum für seelische Gesundheit mit integriertem Krisenort“ ist eine wegweisende Initiative, die auf einer langjährigen Forderung und intensiven Zusammenarbeit basiert. Seit der Forderung der Bremischen Bürgerschaft vor zehn Jahren haben Fachkräfte aus der Psychiatrie, der Behindertenhilfe, Psychiatriebetroffene und engagierte Bürger im Arbeitskreis „Neue Psychiatrie im Bremer Westen“ gemeinsam nach Lösungen gesucht. Das Ziel ist klar: Eine wohnortnahe Infrastruktur in den Stadtteilen Findorff, Walle und Gröpelingen zu schaffen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen respektvoll unterstützt und begleitet.
Das Zentrum für seelische Gesundheit, geplant auf einem großzügigen Grundstück an der Hafenstraße, bietet niedrigschwellige, bedarfsgerechte Unterstützung. Ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, speziell geschulten Pflegekräften, Sozialarbeitern und Psychiatriebetroffenen steht rund um die Uhr zur Verfügung. Es umfasst Module wie einen Mobilen Kriseninterventionsdienst für akute Situationen, längerfristiges Hometreatment und eine Tagesklinik. Für schwerere Krisen steht ein Krisenort mit bis zu 18 Betten zur Verfügung. Zudem bietet das Zentrum eine inklusive Begegnungsstätte mit Café und Multifunktionsräumen, die offen sind für die vielfältigen Bedürfnisse und Projekte des Stadtteils.
Das zweigeschossige Baukonzept lässt Raum für Flexibilität, um möglicherweise weitere Wohneinheiten zu integrieren, wie etwa Studierendenappartements oder betreutes Wohnen. Mehrere potenzielle Bauträger, darunter Wohnbetreuungsträger wie der Martinsclub Bremen und öffentliche Wohnungsunternehmen wie die GEWOBA, haben bereits Interesse bekundet, das Projekt mitzugestalten.
Dieses innovative Projekt stellt einen bedeutenden Schritt in Richtung einer modernen, bedürfnisorientierten Psychiatrie dar, die auf lokalen Bedarf abgestimmt ist und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig verbessern kann.
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